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Augendiagnose-Irisdiagnose

 

"Was ist das Schwerste von allem, was dich das Leichteste dünkt, mit den Augen zu schauen, was vor den Augen dir liegt"


Rudolf Steiner 2.2.1924

 

Die Augendiagnose ist in vielen Jahren durch Empirie und systemische Forschung zu einem äußerst wertvollen und unverzichtbaren "Hinweisdiagnostikum" für den Heilkundigen geworden.
Schon Hildegard von Bingen bezeichnete die Augen als "Spiegel der Seele" in denen man unsere Gefühle und Seelenwelt ablesen kann.
Es ist der hervorragenste Spiegel um Einblick in die Verborgene Erbmasse der Konstitution zu gewähren.
Ebenfalls erhält man als einzigste Stelle am Körper einen Einblick von Außen in das Bindegewebe.
Hier gibt es eine "Strukturanalyse" am lebendigen Bindegewebe vorzunehmen und zur Diagnostik und Prognose heranzuziehen.
Ganz besonders dient sie zur Früherkennung von Krankheiten, sei es erblich-genetisch oder spätere pathologische Disposition.
Dadurch kann man schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt Präventations-Maßnahmen ergreifen, wo vielleicht noch keine weiteren Hinweise wie Untersuchungen, Befunde und Symptome oder Beschwerden auf eine Erkrankung in dem jeweiligen Organbereich aufzeigen.

Dies ist ganz besonders wichtig bei Kindern.

Einteilung der Konstitutionstypen nach dem Irisbild

Wir teilen bei der Augendiagnostik in Konstitution, Disposition und Diathese ein. Diese drei zusammen ergeben die Individualkonstitution!

Die Iriskonstitutionen sind charakterisiert durch spezifische Farbtönungen, bestimmte Strukturmerkmale und spezielle Einlagerungen im Irisstroma.
In der Irisdiagnose werden im Wesentlichen neun Konstitutionstypen unterschieden, die nach Krankheitsveranlagung und Ansprechbarkeit auf spezifische homöopathische Arzneimittel deutlich unterschieden werden können:

1. Lymphatische Konstitution
2. Hydrogenoider Typ
3. Harnsäure Diathese
4. Lipämische Diathese
5. Bindegewebstyp
6. Neurogener Typ
7. Hämatogener Typ
8. Larviert-tetanischer Typ
9. Mischtyp(Biliäre Konstitution)

(Einteilung nach Josef Deck: Grundlagen der Irisdiagnose, Ettlingen 1965)


Definition der Konstitution

Wir sehen sie als die anlagebedingte individuelle Ganzheit des einzelnen Menschen, die in der Erbanlage begründet ist. Es werden die Schwächen und seine genetisch individuelle und familiäre Krankheitsdisposition aufgezeigt.

Definition der Disposition

Es ist die ererbte oder erworbene Krankheitsbereitschaft, auf bestimmte schädliche Einflüsse von seelisch-geistiger Art, sozialem Umfeld, allgemeinen Lebensumständen, Ernährung usw., durch genetisch angelegte Erkrankungen, zu reagieren.

 

"Man kann also schon aus der Beschaffenheit der menschlichen Iris darauf schließen, ob im menschlichen Körper da oder dort etwas geschädigt ist".

Rudolf Steiner 2.2.1924

 


Der larviert-tetanische Typ hat als genotypisches Charakteristikum Halb- odre Ganzringe. Wir nennen sie Krampfringe. Die Verkrampfung ist das wesentliche Merkmal diese Typs. Es handelt sich um Spannungstzustände psychisch-somatischer Art mit neuromuskulärer Erregbarkeitssteigerung. Diese Menschen haben Angstzustände unbegründeter Art.

 

Definition der Diathesen

Ebenfalls eine erbliche oder erworbene Bereitschaft des Organismus, zur Krankheitstendenz an ganz bestimmten Organen und Organsystemen.
Sie ist die Bereitschaft des Menschen auf bestimmte Einflüsse von Außen in Form von Krankheit zu reagieren oder nicht zu reagieren.

Iridologisch, individuell steht uns damit ein Grundgerüst vor Augen, an dem die ganz typische Erkrankungsbereitschaft zu ersehen und zu erklären ist.

Auf diesem Grundgerüst weisen die weiteren Zeichen und Formen wie Pigmentierung, Abflachung der Iris, Striche, Wische, Flocken, Aufhellungen, Verdunkelungen und vieles andere mehr aus der Iris hin.

- Aufhellung bedeuten Reizzustände und Entzündungen
- Verdunkelungen hingegen Degeneration und Zelluntergang sogenannte Substanzdefekte
- Jedes Organ zeigt seine Pigmentierung in einer anderen spezifischen Farbe

Des Weiteren können wir Mineralstoffdefizite, Fettablagerungen, fehlende Flüssigkeit des Gewebes, nervliche Belastungen, eine Übersäuerungstendenz des Magens oder Gewebes, eine allergische Bereitschaft, die Tendenz des Nervensystems im Irismikroskop erkennen.

Die Irisdiagnose zeigt die anlagebedingten Schwächen des Menschen, seine genetisch geprägte, individuelle und familiäre, Pathologie auf. Dies ist besonders wichtig für Kinder und Jugendliche.
Aus diesen und vielen weiteren Zeichen in der Iris hat der sachkundige Betrachter rechtzeitig die bedeutsame Möglichkeit, schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt, ja sogar schon im Vorfeld von Erkrankungen, Präventiv-Maßnahmen in Form von konstitutionell biologischer Therapie, begleitend mit veränderten Lebensverhaltensweisen wie z. B. Ernährung, Bewegung usw., vorzunehmen!

Wenn notwendig sollte die erstellte Diagnose noch durch weitere wissenschaftliche Untersuchungen abgeklärt werden.

Gemeinsam mit allen anderen diagnostischen Methoden wende ich die Irisdiagnostik bei der Erstanamhese (Erstuntersuchung) bei jedem neuen Patienten an. Des Weiteren während der Behandlung von Zeit zu Zeit um den Verlauf der Therapie zu kontrollieren und zu bestätigen.